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Dienstag, 11. September 2012

Impressionen




Endlich mal etwas nicht nur für die grauen Zellen, sondern ein wenig Eindrücke! Das östliche Afrika entzieht sich der Vorstellungskraft...

Ein paar Schrammen ausgebeult,dann ist diese Volkskarosse wieder fit!


Die Kurven werden nicht ungemütlich - Stopfen im Kacyiru-Matatu

Montag, 3. September 2012

Murakaza Neza



01.09.12
Wieder ein paar Tage ziehen ins Land…
Hurra, eine feste Herberge ist da! Karibuni! Wir übernehmen die Wohnung von Clemens und Julie, Moe, auch solivol-Freiwilliger, erfreut uns mit seiner Anwesenheit noch bis Dezember. Also der dritte in der WG.
Die Wohnung ist nicht zu verachten. Wir haben eine Küche mit Gaskocher, ein Badezimmer sogar mit Badewanne, dafür mit eiskaltem Nass, einen gemütlichen Wohnraum mit Couch und Sesseln zum Reinfläzen, einer Terrasse, ein kleiner Garten. Schnell fühlt man sich wohl. Und Strom gibt’s auch, abends eher nach Lust und Laune, und keinen Kühlschrank, womit bereits nach einer Woche bewiesen wäre, dass man auch ohne auskommt. Nur der Gedanke ans eigene Bett bleibt noch länger in den Köpfen, die Matratzen hier sind echt dermaßen durchgelegen…
Und Mücken? Malaria? Tja. Ersteres: Ein lautes Ja. Letzteres, null und nichtig, in Kigali die Malaria, das gabs noch nie bei Freiwilligen hier, und das über Generationen. Der große Berg an Malarone und Doxy wächst und wächst mit jeder Generation. Und nicht nur der. Auch die Sonnencreme findet hier keinen wirklichen Anschluss. Die meisten Menschen assoziieren mit Afrika brennende Hitze und sengende Sonne. Nee. Hier kommt diese eher selten raus, das rwandische Wetter zeigt sich nicht so häufig von seiner Schokoladenseite, meist ist es einfach bewölkt. Die ex-solivols aus Rwanda sind nach dem Jahr nicht wirklich gebräunt, so was seltsames aber auch…
Aber die Anopheles geht einem schnell auf den Sack, gerade wenn man abends auf der Terrasse sitzt und sein Feierabend-Primus genießt, oder im Wohnzimmer Herr der Ringe schaut. Die Viecher schrecken weder vor Autan zurück, noch vor der Klatsche, die Biester sind einfach schneller als die zu Hause. Hier ist mechanische Hilfe gefragt -  das gute alte und schnell geschätzte Mosquitonetz.











Rumgeringe


Mittlerweile habe ich meinen ersten Arbeitstag bei FAPDR hinter mir. Wobei es wahrscheinlich Herumsitzen etwas besser trifft. Zumindest habe ich meinen Chef endlich kennengelernt, Jean Baptiste, ein sehr freundlicher und entspannter, älterer Pfarrer. Ich hatte allerdings nicht die Gelegenheit, mich großartig mit ihm auszutauschen, da er ein solches „Pidgeon-Englisch“ und ein für mich problematisches Französisch spricht.
Ich soll mich mit ihm bei der Arbeit verständigen können. Mal sehen.
Ich hoffe aber, dass sich das in den nächsten Wochen und Monaten mit einem hoffentlich von der brennenden Motivation getriebenen Sprachstudium lösen wird…Jetzt bin ich ja drauf angewiesen.
Beispiel: Ich habe mir zwei Monate vor Beginn ein Kinyarwanda-Trainer zugelegt und konnte sogar eine Hand voll Wörter. In nicht mal ganzen drei Tagen habe ich vermutlich mehr Wörter und Ausdrücke gelernt, als in den vielen Malen, in denen ich mich während einer Zugfahrt eingelesen habe…

Samstag, 1. September 2012

Amakuru - Nachrichten


26.08.12

Nach vollen zwei Tagen Kigali und der ersten Wohnungsbesichtigung komme ich endlich dazu, etwas zu schreiben. Ich habe (wenn auch nicht lange, geschweige denn schnell) Internet.
Wir wurden von unseren Mitfreiwilligen am Kigali Gregoire Kabiyanda Airport abgeholt, nach einem ca. 12 stündigem Flug mit Zwischenstopp in Istanbul. Ein wenig Strapazen mussten wir auf uns nehmen, weil wir am Fraport beinahe fürchten mussten, nicht mitfliegen zu können. Bevor wir ein offizielles Bestätigungsschreiben von artefact für unser Freiwilligenjahr aufgetrieben hatten, wegen diverser nicht ganz nachvollziehbarer Vorgaben.  Die heimatliche Zettelwirtschaft eben.
Einen halben Tag später angekommen,  kamen wir das erste Mal mit der „African Time“ in Berührung, weil zwei von uns ihre Gepäckstücke vermissten und beim Lost &  Found  extrem lange vom Beamten aufgehalten wurden. Um Gitarre und co. Mitbringen zu können, klebten wir noch vor Bording am Fraport einen Rucksack an den Gitarrenkoffer fest, damit das Ganze als ein Gepäckstück aufgegeben werden konnte. In Kigali fanden wir allerdings nur noch den Koffer vor, mit den Spuren von weißem Volleyball-Tape…
Aber um nicht zu lange herumzuschweifen… Kigali ist eine unglaublich schöne Stadt, sehr hügelig, um nicht zu sagen bergig, und die Menschen hier sind für Ostafrika ziemlich zurückhaltend und höflich. Das trifft allerdings hauptsächlich auf die Stadtzentren zu. Wenn man Moto oder Bus-Taxi fahren möchte, sollte man nicht vor Wahngedränge und Körper an Körper zurückschrecken. In einen Bus mit 9 Sitzplätzen wird fast jedes Mal mit 20 Leuten gefüllt, auch wenn der Bus völlig überladen ist, damit sich die Fahrt auch lohnt.
Das Bezahlungssystem ist ziemlich simpel: Nachdem man eingestiegen und ganz hinten im Bus den letztmöglich freien Platz eingenommen hat, kriecht ein Typ mit einem fetten Bündel Scheinen zu den Leuten und lässt sich das Fahrgeld von den Leuten von ganz hinten über mehrere Reihen nach vorne geben – alles Vertrauenssache, zumindest für den Fahrgast.
Das Rwanda-Frühstück ist übrigens auch nicht zu verachten: mit sehr reifen, schon fast süßlichen Avocados, einer Art fermentierter Dickmilch, Samosas (frittierte Fleischtaschen) und Chapatis (indische Pfannkuchen mit Kräutern) und einer Erdnussbutter, die ein wenig seltsame Konsistenz aufweist, kann man den Tag eigentlich ganz gut starten.
Die Neuankömmlinge haben alsbald ihre Umschläge als Begrüßungsgeschenk erhalten, jeder gefüllt mit einer MTN-simcard (rwandisches Mobilnetz) den Nummern der Freiwilligen und der Vorgänger, einem Gutschein für einen Besuch in der PRIMUS-Bar, und ein paar Knabbereien, ein wunderbares Geschenk, bei den so leeren Bäuchen.
In der Gruppe sind wir durch Kacyiru, einen Stadtteil,  gezogen, dann in die Innenstadt gelaufen, alles zu Fuß. Wir haben uns die Augen aus dem Kopf geschaut, auch wenn Kigali sehr europäisches Flair hat, ist es im Verhältnis immer noch krass. Die vielen Menschen, staubige Straßen aus Lehm, die baufälligen, aber bunt angestrichenen Fassaden, und überall Waren und Autos und Motos, die die Wegesränder und Straßen füllen. Und das immer noch an einem Sonntag…

Nicht dass ich es vergessen hätte: Fotos folgen, nur das Internet mag momentan nicht.

Donnerstag, 23. August 2012

Moin da draußen, ich bin Julian!
Ich mache einen Freiwilligendienst in Ruanda, genauer gesagt in Kigali, der Hauptstadt. Ich werde regelmäßig von meinen Erlebnissen und Erfahrungen berichten und dies hier als Plattform für mein wirklich spannendes, sehr erlebnisreiches Jahr nutzen.
Ich hoffe, dass ihr daran zumindest einen Teil von den Gefühlen erleben könnt, wie ich es tue.

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